„Tessa“ ist ein fünfzig Kilogramm schwerer, gut ausgebildeter Therapiehund in Kassel und am 01. Dezember 2020 drei Jahre alt. Die Leonberger-Dame ist mit ihrem löwenartigen Aussehen und dem freundlichen Wesen absolut einzigartig. Heutzutage ist die Rasse vor allem als Familien- und Begleithund sehr beliebt und eignet sich bei entsprechender Anleitung hervorragend zur tiergestützten Intervention bzw. Therapie.

Ergotherapie mit Hund in Kassel


Tessa, Leonberger – geb. 01.12.2017

Sowohl die pure Anwesenheit des Therapiehundes im Raum als auch die Berührung des Fells beruhigen manche Klient*Innen schon. Das nonverbale Kommunikationsangebot des Hundes, als zentrales Element der tiergestützten Arbeit, ergänzt die Ergotherapie. Auch kann der Hund für Bewegungsübungen eingesetzt werden und mit kreativen Elementen spielerisch ein Hirnleistungstraining ergänzen. Wir arbeiten nur mit staatlich geprüften Therapeut*Innen.

Unsere TGI (tiergestützte Intervention) unterscheidet sich von nicht-therapeutischen Hunde-Besuchen. Ob in der Praxis, im Freien, zu Hause oder in Alten- und Pflegeheimen. Bei uns begleitet „Tessa“ staatlich anerkannte Ergotherapeut*Innen in ihrem professionellen Tun. Er heißt daher bei uns also nicht Therapiehund. Anders als beim Besuchsdienst, sind staatlich anerkannte, medizinische Heilberufler in Begleitung eines umfangreich ausgebildeten, sensiblen Tieres eingesetzt. Also ergänzt er die Therapeut*Innen, ersetzt sie aber nicht, folgerichtig nennen wir ihn Therapiebegleithund.

Die Praxis arbeitet auf art- und fachgerechte Weise mit ihrem Therapiehund in Kassel; Wir arbeiten eng mit dem BHV – Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V. und der IHK-Potsdam als Kooperations- und Vermittlungspartnern bei der Ausbildung von Hunden zusammen. Auf eine jederzeit gewaltverzichtende, auf verhaltensbiologisch fundierte Weise durchgeführte Ausbildung legen wir allergrößten Wert. Die Tiere sind vollwertiger Teil unseres Teams und können nicht in allen Therapien eingesetzt werden. Auch Sie haben Bedürfnisse wie individuelle Urlaubs- und Pausenzeiten.

Besonders unterstützenswert findet unser Team auch die Initiative „Trainieren statt dominieren“. Deren Grundsätze:

„Wie wir nicht trainieren und was wir nicht tun“

  1. Wir bauen keine Zäune aus „Nein!“.
  2. Wir verwenden kein scharfes „NEIN!“ als generelles Unterbrechungssignal.
  3. Wir rucken nicht an der Leine.
  4. Wir verwenden keinerlei Starkzwang wie zum Beispiel Teletakt-Halsbänder, Stachelhalsbänder oder Zughalsbänder ohne Stopp.
  5. Wir verwenden keine Halsbänder die speziell auf den empfindlichen Halsansatz am Kopf einwirken, und keine Würgehalsbänder, insbesondere Kettenwürger.
  6. Wir setzen keine Sprüh- oder Anti-Bell-Halsbänder ein und empfehlen sie auch nicht.
  7. Wir werfen keine Wurf-Discs, Wurfketten, Rappeldosen und Schlüssel, um Hunde zu erschrecken.
  8. Wir verwenden keine Sprühpistolen, Wasserflaschen oder Ähnliches, um unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen.
  9. Wir ignorieren Hunde nicht über einen längeren Zeitraum, um sie zu maßregeln.
  10. Wir entziehen Hunden kein Futter oder Wasser und lehnen ausschließliche Handfütterung ab.
  11. Wir korrigieren Hunde nicht, indem wir sie mit dem Finger anschnipsen, im Nacken schütteln, einen Schnauzgriff machen, runterdrücken oder wegschubsen.
  12. Wir schüchtern Hunde nicht ein, indem wir sie körperlich bedrängen.
  13. Wir wenden keine sogenannten Alpha-Würfe und Alpha-Rollen an; und wir propagieren auch keine Rangreduktionsprogramme.
  14. Wir tun Hunden nicht weh. Das heißt, wir setzen keine Schmerzreize zu Erziehungszwecken ein.
  15. Wir verwenden auch keine Hilfsmittel, die Schmerzen hervorrufen können: Wir befestigen Schleppleinen nicht an Halsbändern und verwenden keine Geschirre, die durch Zugseile Schmerzen hervorrufen.
  16. Wir beschönigen aversive Maßnahmen und auch Schmerz- und Schreckreize nicht, indem wir beispielsweise von „Impulsen“ sprechen.
  17. Wir bieten keine Welpenspielstunden und Raufergruppen an, in denen Hunde im vermeintlichen Spiel „Dinge unter sich klären“.